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ELSE - Readers Award der Siegessäule für "Postcard To Daddy"

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...and the ELSE goes to....

Im Rahmen der 24. Teddy-Awards Gala am 19.02.2010 wurde "Postcard To Daddy" mit dem Leserpreis des lesbisch-schwulen Stadtmagazins SIEGESSÄULE ausgezeichnet. Der Film wurde ebenfalls in der Kategorie "Bester Dokumentarfilm / Essay Film" für den Teddy-Award nominiert.

 

else
Michael Stock bedankt sich in seiner Rede bei allen Beteiligten für die grandiose Unterstützung und nimmt den Preis auch stellvertretend für all diejenigen entgegen, die durch ähnliche Erfahrungen in ihrem Leben von sexuellem Missbrauch oder (psychischer) Gewalt betroffen sind. Der Film solle allen Betroffenen den Mut geben, das mit Scham behaftete Schweigen zu brechen und das Unaussprechliche auszusprechen. Betroffene gehen damit den ersten wichtigen Schritt, um traumatische Erlebnisse verarbeiten zu können.

 

TEDDY- und ELSE-Gewinnerfilm im MonGay-Special am 22.2. im Kino International

am Tag nach der Berlinale laufen bei MonGay zwei ausgezeichnete Filme. Einer, der einen TEDDY bekam und der ELSE Gewinnerfilm. Siegessäule-Redakteurin Andrea Winter stellt die LeserInnenjury und den Siegessäule readers award ELSE vor, Wieland Speck präsentiert anschließend den TEDDY-Film. (Quelle SIEGESSÄULE) 

© Tanja Schnitzler

 

Montag 22.2., 19.30 Uhr ELSE-Gewinner, 22 Uhr TEDDY-Gewinner, Kino International


Begründung der Jury 

Von allen Filmen, die die Jury dieses Jahr gesehen hat, war Postcard to Daddy der mit Abstand ergreifendste. Noch Minuten nach dem Abspann saßen die Mitglieder der Jury stumm ihn ihren Kinosesseln, so berührt waren sie von Michael Stocks eindringlichem Dokumentarfilm über den sexuellen Missbrauch in seiner Kindheit und die Folgen für sein weiteres Leben und das seiner Familie. Mit schonungsloser Offenheit, die aber nie zum Exhibitonismus wird, gewährt der Filmemacher einen intimen Einblick in sein Leiden während und nach des Mißbrauchs. Seine kinematographische Selbstfindung bindet nicht nur ihn als Opfer ein, sondern seine gesamte Familie und sogar den Täter und zeigt damit umso deutlicher, dass dies ein universelles Thema ist. Dabei nimmt Stock kein Blatt vor den Mund. Keine Metaphern werden benutzt, das vermeintlich Unbeschreibliche wird ausgesprochen. Die Jury hat das Gefühl, dass Postcard to Daddy ein trauriger aber stets hoffnungsvoller Film ist, der endlich mit dem Schweigen und der Tabuisierung bricht und einen Weg heraus aus der Opferrolle und hinein in eine neues Leben aufzeigt.

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Mehr Bilder der Preisverleihung: Bildergalerie 24. Teddy Awards Preisverleihung
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